Findet es jedes Gesicht?
Nein. Auf gewöhnlichen, gut ausgeleuchteten Fotos fand unser Test 46 von 46 Gesichtern, darunter Gruppenaufnahmen mit 12 und 18 Personen, aber auf einer von hinten fotografierten Menschenmenge fand es keines der drei Gesichter. Kleine, unscharfe, abgewandte und teilweise verdeckte Gesichter sind die Stellen, an denen es scheitert. Genau deshalb ist das Werkzeug ein Kasten-Editor mit automatischem erstem Durchlauf und kein automatischer Weichzeichner: Das letzte Wort haben Sie.
Wird das Foto hochgeladen?
Nein. Detektor und Inferenz-Engine werden in Ihren Browser geladen und laufen dort; das Foto wird auf einem Canvas auf Ihrem Gerät dekodiert und nie an einen Server geschickt. Es gibt hinterher nichts zu löschen, weil nirgends etwas angekommen ist.
Welche Abdeckung soll ich nehmen?
Den deckenden Kasten, sofern nichts dagegen spricht. Unschärfe und Verpixelung lassen beide eine statistische Spur des darunterliegenden Gesichts zurück, und es wurden Netze darauf trainiert, diese Spur zurückzulesen. Ein deckender Kasten lässt nichts zurück, weil nichts dahinter ist. Es sind flache Pixel.
Lassen sich die Originalgesichter aus der heruntergeladenen Datei wiederherstellen?
Unter einem deckenden Kasten nicht: Die Abdeckungen werden in das Bild eingebrannt, bevor es kodiert wird, die Pixel darunter sind also weg und nicht bloß verborgen. Bei Unschärfe und Verpixelung sieht es anders aus, siehe oben. Die EXIF-Metadaten werden ebenfalls entfernt, der Export trägt also weder GPS-Koordinaten noch Kamera-Seriennummer und Zeitstempel des Originals mit sich.
Der Kasten deckt nicht genug vom Kopf ab. Warum?
Er sollte bereits mehr abdecken, als der Detektor gemeldet hat. Ein Gesichtsdetektor meldet das Gesicht (Augen, Nase, Mund) und nicht den Kopf: Bei einem Studio-Testporträt kam der rohe Kasten mit 330 x 434 px zurück und schnitt Haaransatz, Stirn, Ohren und Kinn sichtbar ab, wodurch Kopfform und Haare erkennbar bleiben. Jeder automatische Kasten wird deshalb vor der Verwendung auf beiden Achsen um 35 % vergrößert. Wirkt einer trotzdem zu knapp, ziehen Sie Ihren eigenen Kasten darüber: Ihrer sitzt genau dort, wo Sie ihn hinsetzen.
Was, wenn der Detektor nicht lädt?
Dann zeichnen Sie die Kästen selbst, und alles andere funktioniert genauso. Der manuelle Editor ist das Werkzeug; der automatische Durchlauf ist eine Bequemlichkeit obendrauf.